Nikolai-Kindergarten
Dammstraße 55, Tel. 174791
Bilder und Bericht von der Neugestaltung des Hofes im März-April 2004
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Unser Kindergarten stellt sich vor Gruppen und Gruppengröße Team Tagesablauf Planung
Öffnungszeiten eine Gruppe: |
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Ziele
Sprachförderung Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen
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| Das Kindergartengebäude von der Dammstraße aus | |||||
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In der Heilbronner Stimme erschien am Dienstag 18. April 2006 der folgende Artikel:
Der neue Kindergarten, Teil 4: Im evangelischen Nikolai-Kindergarten wollen die Eltern, dass Deutsch gesprochen wird.
Trotz der vielen Nationen kein kleines Babylon
Von Andreas Tschürtz
Sie heißen Fayas, Naomi und Serhat. Ihre Eltern kommen aus der Türkei, Angola, Sri Lanka und einem Dutzend weiterer Länder. Babylonisches Sprachengewirr herrscht im Nikolai-Kindergarten aber nicht: Hier lernen und sprechen alle Kinder Deutsch - weil ihre Eltern es so wollen.
"98 Prozent Ausländeranteil, da ergibt sich die Notwendigkeit zur Sprachförderung praktisch von allein", sagt Kindergartenleiterin Anke Straßenburg. Denn viele der Kindergartenkinder in der Heilbronner Dammstraße sprechen anfangs kein Wort Deutsch. Bis zur Einschulung ändert sich das aber: In den drei Nikolai-Kindergruppen wird den Drei- bis Sechsjährigen das Lernen der Sprache leicht gemacht.
Das meiste passiert nebenbei, beim Memory, beim Malen, Basteln und Turnen - immer finden die Erzieherinnen Wege, die Kinder zum Sprechen zu animieren. Zur gezielten Sprachförderung in Kleingruppen kommt zusätzlich dreimal in der Woche Angelika Schmid in den evangelischen Kindergarten: "Lieder, Spiele und Reime - das lockert die Kinder und nimmt ihnen die Angst vor der fremden Sprache."
Die Drei- und Vierjährigen verlieren ihre Hemmungen rasch: "Man merkt vonWoche zu Woche, wie sie einzelne Wörter lernen, erst nur untereinander reden, dann aber auch uns immer mehr Fragen stellen", erzählt die Kindergartenleiterin. Bis zur Einschulung könnten sich die allermeisten Kinder sehr gut verständigen. Probleme hätten nur Kinder, die erst spät in den Kindergarten kommen. Ein Zusatzjahr oder die Grundschulförderklasse seien für ihre Kindergartenkinder eher die Ausnahme.
Oft sind es die Mütter, denen es wichtig ist, das ihr Kind im Kindergarten Deutsch lernt. Die Erzieherinnen nehmen sie darum als wichtige Partner "mit ins Boot, wo es geht". So bestärkt man Eltern, die nicht gut Deutsch sprechen, ihre Kinder zu Hause die Muttersprache zu lehren.
Angelika Schmid erklärt: "Kinder, die ihre Muttersprache können, haben das System Sprache schon begriffen. Sie lernen dadurch hinzuhören, entwickeln ein Gefühl für Sprache und tun sich dann auch leichter mit Deutsch."
Die engagierten Mütter waren es auch, die den Turn- und den Spielraum renoviert haben, und für sich ein Zimmer für ein "Elterncafé" gleich mit. Bei den Zusammenkünften riecht es nach türkischem Süßgebäck, aus einem Samowar dampft Tee. Maria Spatola erklärt die Gründe für ihr Engagement als Mutter: "Der Kontakt untereinander ist schön. Wir besprechen, was man besser machen könnte - in der Kinderziehung zu Hause und hier im Kindergarten. So lösen wir die Probleme gemeinsam."
Von der offenen Atmosphäre profitiert auch die Arbeit der Erzieherinnen. Straßenburg: "Wir können so viele Themen ansprechen, die sonst womöglich abgeblockt würden - etwa der Umgang mit dem kulturell Anderen." Für alle gilt das Kindergartenmotto "Wir sind alle gleich". Straßenburg sagt: "Ich denke, für unsere Kinder ist das eine Selbstverständlichkeit."
Der evangelische Nikolai Kindergarten befindet sich in der Dammstraße 55 in Heilbronn. Er hat 78 Kinder zwischen drei und sechs Jahren, aufgeteilt in drei Gruppen.
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